Social Media Fehler bei Handwerksbetrieben

Schnell ist der Entschluss gefasst, die eigene Webseite durch einen Firmen-Blog etwas lebendiger zu gestalten. Oder natürlich ein Facebook-Auftritt, da das ’schließlich alle machen‘. Doch nach erster Euphorie kehrt schnell die Ernüchterung ein::Es ist doch Zeitaufwändiger als anfangs gedacht. Oder der Bruder vom Schwager, der versprach sich darum zu kümmern, hat doch schnell das Interesse verloren.

Die schlimmsten Fehler bei Social-Media

Nur Werbung posten

Keiner liest gerne Werbebotschaften. Sie müssen in ihrem Blog / News / Facebook schon Artikel bringen, welche für den Besucher auch einen Mehrwert bedeuten. Bringen sie stattdessen Inhalte, die ihren Betrieb sympathisch erscheinen lassen: Vorher/Nachher-Bilder von Aufträgen, Skurrile Begebenheiten aus  dem Firmen-Alltag, lassen sie ihre Mitarbeiter zu Wort kommen oder ähnliches.

Mangelnde Professionalität

Schlechte Bilder, Rechtschreibfehler, unprofessionelles Auftreten – das Internet ist das Schaufenster für ihren Betrieb. Sie können selbstverständlich nicht alles; suchen sie sich deshalb bei Zeitmangel oder zuwenig Wissen einen professionellen Partner, der ihnen hilft, oder die Social-Media-Aktivitäten übernimmt.

Keine Relevanz

Beschränken sie sich auf Dinge, die direkt oder zumindest indirekt mit ihrem Betrieb bzw. ihrem Gewerk zu tun haben..Vermeiden sie jede Kleinigkeit im Blog  / Facebook breitzutreten. Profilieren sie stattdessen mit Ihrem Wissen: Der Beuscher ihrer Seite erhält so einen echten Mehrwert und sie zeigen sich als Experte auf Ihrem Themengebiet.

Kein Dialog mit den Nutzern

Social Media lebt von der Kommunikation – wenn sie auf Nachrichten in ihrem Blog / Facebook erst nach Wochen reagieren erweckt dies den Anschein, dass sie potentielle Nutzer nicht ernst nehmen. Und unterlassen sie es Kommentare zu löschen: Auch wenn es schwer fällt: Auf kritische Meinungen sollte ihr Feedback professionell und freundlich sein. Im Gegenteil: Indem sie Kritik ernst nehmen spricht das für sie und dies bewirkt so oft einen größeren Werbeeffekt als allgemein vermutet.

Zu viele Kanäle

Es bedeutet einen enormen Zeitaufwand, auf mehrere Kanälen präsent zu sein. Zudem ändert sich die Relevanz ständig. Dachte man noch vor zwei Jahren, dass an Facebook kein Weg vorbei führt, so sinkt dessen Relevanz stetig und Instagram ist stattdessen angesagt. Als Nachhaltig hat sich bis jetzt immer noch ein Blog auf der eigenes Webseite erwiesen. Relevanter Inhalt in ihrem Blog erhöht zudem die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Webseite bei Google höher rankt. Sie sollten auf anderen Kanälten, z.B. Facebook, auf den neuen Beitrag hinweisen. Twitter spielt in der Medienbranche eine große Rolle und wird deshalb auch oft erwähnt, für Handwerksbetriebe ist es jedoch eher vernachlässigbar.

Suchmaschinen-Optimierung: Strukturierte Daten

Worum geht es?

Mit strukturierten Daten (geläufig auch Rich Snippets genannt) machen sie ihre Webseite für Suchmaschinen verständlicher. Bei Geschäften sollte so z.B. ihre Geschäftsadresse strukturiert hinterlegt werden.

Wie sinnvoll ist es

(2 / 10): Wirkt sich auf das Ranking primär nicht aus.
(1 / 10): Aufwand: Eine einmalige nicht besonders aufwändige Arbeit.
(8 / 10) Vorwissen: Gute Kenntnisse von HTML nötig

Google ist sehr gut darin, die Bedeutung einzelner Elemente auf der Seite zu erkennen. Strukturierte Daten erleichtern Google (und vor allem andere Suchmaschinen) jedoch die Indexierung. Nehmen wir als Vergleich einen Brief: Sie können  die Adresse irgendwo auf den Brief schreiben und wahrscheinlich kommt er auch beim Empfänger an. Steht der Emfänger wie üblich unten rechts, so kann die Sotiermaschine sie automatisch erkennen und der Breif kommt schneller an. Genauso helfen strukturierte Daten auch den Suchmaschinen, Inhalte schneller und besser zu verarbeiten.

Worum handelt es sich

Strukturierte Daten sind eingebettete Informationen im Quelltext der Webseite. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:

als Microdata:

Hiermit werden bereits vorhanden Informationen im HTML-Code als Markup entsprechend gekennzeichnet.
Beispiel:

<div itemscope itemtype="http://schema.org/LocalBusiness">
<a itemprop="url" href="https://meister-media.de"><div itemprop="name"><strong>Meister-Media</strong></div>
</a>
<div itemprop="address" itemscope itemtype="http://schema.org/PostalAddress">
<span itemprop="streetAddress">Albert-Leidl-Straße 2</span><br>
<span itemprop="addressLocality">Augsburg</span><br>
<span itemprop="postalCode">86179</span><br>
<span itemprop="addressCountry">Deutschland</span><br>
</div>
</div>

als JSON-LD-Daten:

Hier werden die Daten seperat in den HTML-Code der Seite eingefügt. Google empfiehlt diese Möglichkeit.
Beispiel:

<script type="application/ld+json">
{
  "@context": "http://schema.org",
  "@type": "Organization",
  "url": "https://meister-media.de",
  "name": "Meister Media",
}
</script>

Tipp: JSON-Daten werden auch für Voicematch verwendet, also wenn Nutzer per Sprachsuche nach Informationen suchen – eine immer beliebtere Art der Suche.

Wie erstelle ich strukturierte Daten

Natürlich können sie per Hand die Definitionen in ihrer Webseite eingeben, deutlich komfortabler geht es jedoch mit Generatoren. So richtig zufriedenstellend finde ich jedoch keinen, alle Generatoren sollte manuell nachbearbeitet werden.

Für Google ist ausreichend, wenn die strukturierten Daten irgendwo auf einer indizierten Seite der Homepage vorhanden sind. Das Impressum bietet sich dafür an, da dort die Daten sowieso vorhanden sein müssen.

Strukturierte Daten in WordPress

Für WordPress gibt es einige Plugins für Auszeichnungen nach schema.org. Leider unterstützen fast keine Auszeichnungen für Firmen, was wir in unserem Fall benötigen. Eine Ausnahme ist das Plugin https://de.wordpress.org/plugins/wp-seo-structured-data-schema/

Eine Grundregel in WordPress sollte jedoch sein, so wenige Plugins wie möglich zu verwenden. Gründe dafür sind die Sicherheit (fast alle Sicherheitsprobleme bei WordPress-Seiten kommen von externen Plugins und nicht WordPress selbst) sowie Geschwindigkeit (Plugins die ausgeführt werden brauchen natürlich Rechenzeit). Mein Rat ist deshalb, den entsprechenden Code per Hand in die Seite einzubauen. Schließlich erstellt man Auszeichnungsdaten nur einmal und ändert sie dann fast nie.

Wie überprüfe ich strukturierte Daten

Google bietet selbst ein Testtool für strukturierte Daten an: https://search.google.com/structured-data/testing-tool/#

Hier können sie einfach die Adresse ihrer Webseite oder Code direkt eingeben, und Google zeigt die daraus gewonnen Daten an.

Und was bringen das ganze?

Wie Google selbst sagt, sollten sie nicht damit rechnen, dass ihre Seite durch die Verwendung von Rich Snippets höher rankt.

Da Google mittlerweilse sehr ‘intelligent’ ist, die Bedeutung von Texten zu interpretieren, macht die zusätzliche Arbeit für strukturierte Daten keinen Sinn. Andereseits hat Google betont, dass sie in Zukunft verstärkt darauf setzen werden.

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